Keine Macht der Frustration

Die ambitionierten Fotografen unter euch werden diesen Moment kennen. Es ist der Moment, an dem man von einer Fototour nach Hause kommt und schon ganz genau weiß, dass es einfach nicht nach Plan gelaufen ist. Das Licht war nicht richtig, man selbst war mit seinen Gedanken irgendwo anders und abgelenkt, oder man wollte einfach auf Biegen und Brechen das perfekte Bild machen, obwohl die Lokation einfach nicht stimmte.

Das Resultat: Frust. Der Moment wo aus einem wunderschönen Hobby ein Alptraum werden kann. Alle möglichen Gedanken gehen einem durch den Kopf, nur keine positiven. Passend zu dem etwas tristen Wetter draußen, wollen wir auch unsere Gedanken zum Thema „Frust in der Fotografie“ festhalten. Aus dem ganz einfachen Grund: Wer mit Frust umgehen kann, fotografiert besser. Etwas weit hinaus gelehnt mit der Aussage? Nein. Wir merken immer wieder, dass uns auch Rückschläge weiter voran treiben. Meist weiter als positive Erfahrungen. Fehler werden besprochen, Lösungsansätze entwickelt. Ein Lernprozess findet statt. Daraus profitieren wir und entwickeln uns weiter. 

Wir finden es wichtig, dass wir uns immer offen austauschen können. Wenn die Bilder ein klarer Fall für den Papierkorb sind, sind sie es. Das muss man auch nicht schön reden. Da hilft nur ehrliche Kritik, Motivation es nochmals zu versuchen und wenn nötig auch mehrere Male, bis wir Beide mit dem Ergebnis einverstanden sind. Eine Landschaft ohne Licht wird, wenn sie generell etwas eintönig ist, nicht als „Wow-Bild“ rüberkommen. Sie ist und bleibt einfach fad. Die Frage ist dann, wie macht man es besser. Ist es überhaupt möglich, es besser zu machen oder einfach nur Zeitverschwendung. Manchmal hilft ein stimmungsvoller Himmel, um einer solchen Umgebung etwas zu geben, manchmal bleibt sie schlicht weg fad, egal wie leuchtend ein Sonnenuntergang ist. Das Selbe gilt auch für die Produktfotografie. Ein fades Objekt, wie Batterien, werden immer fad bleiben. Man kann versuchen, durch eine spannende Umgebung, diese Dinge etwas kreativer zu gestalten, aber das heißt noch lang nicht, dass es funktioniert.

Die Liste ließe sich jetzt wohl endlos lang weiterführen. Es gibt einfach immer wieder Objekte, die uns an die Grenzen bringen. Da hilft nichts. Sie können knacke scharf sein, technisch super umgesetzt, bleiben aber langweilig. So langweilig, dass man nicht mal mehr Lust hat, eine Sekunde für den Bildimport in Lightroom zu opfern. Geschweige denn die RAW-Daten zu entwickeln. Ab in den Müll. Karte löschen. Krönchen richten nach einer Trauerminute für die schlechte Objektwahl und weitermachen. 

Nach einem sehr bescheidenen Fototag ist dann doch wieder ein sehr nettes Bild entstanden, das das Thema Spiegelung einmal etwas anders beleuchtet. Wieder was dazu gelernt, wir brauchen einen Spiegel ohne Rahmen, das macht die Sache sicher in Zukunft besser. Uns gefällt es trotzdem und das ist uns wichtig. 

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