Mehr Schärfentiefe im Makro-Bereich

Wie ihr wisst, sind wir endlich Besitzer eines Makroobjektivs und können somit wirklich nah ran. Aber, diese neue Welt bringt auch eine Menge Schwierigkeiten mit sich und stellt somit für uns eine Möglichkeit dar, neues auszuprobieren und von unseren Fehlern zu lernen.

Dazu möchten wir euch heute einmal kurz das sogenannte Focus Stacking erklären. Die Problematik von Makroobjektiven liegt in der geringen Tiefenschärfe. Sprich, es ist uns zwar möglich, kleinste Motive im Detail zu betrachten, aber meist nur in einem sehr kleinen Schärfebereich von einigen mm. Vor und hinter diesem Bereich ist das Bild unscharf. Möchte man den Schärfebereich im Bild ausdehnen, gibt es prinzipiell 2 Möglichkeiten. Entweder man vergrößert die Blendenzahl, bis beispielsweise f=40 oder man arbeitet mit dem sogenannten Stacking. 

Eine hohe Blendenzahl ist nicht immer geeignet um die Schärfentiefe zu erhöhen, denn damit gehen uns die wichtigen feinen Details der Makroaufnahmen verloren. Das wäre also kontraproduktiv, wollen wir doch nicht nur sehr nahe an ein Objekt heran, sondern dieses auch so detailreich wie irgend möglich abbilden.

Also versuchen wir das Focus-Stacking. Die Theorie dahinter ist relativ einfach zu verstehen, wer es aber ausprobiert wird auch hier mit einigen Schwierigkeiten konfrontiert werden. Deshalb erst der einfache, theoretische Teil. Wir erhöhen beim Stacking die Schärfentiefe einfach dadurch, dass wir von jeder Fokusebene unseres Objekts ein Bild machen. Diese ganzen Bilder werden dann mittels Photoshop zu einem Gesamtbild umgerechnet, welches von vorne bis hinten scharf ist. 

Hört sich nicht wirklich schwierig an, oder doch? Bevor wir mit dem ersten Stacking-Versuch starteten, dachten wir jedenfalls, alles kein Problem.  Die Kamera kam aufs Stativ und wir begannen mit den Aufnahmen. Dabei änderten wir von vorne beginnend nach jeder einzelnen Aufnahme den Fokus-Punkt. Dazu ist es nötig, manuell zu fokusieren um so Schritt für Schritt alle Ebenen unseres Motivs scharf zu stellen. Je nach Motivgröße hatten wir danach 10 – 20 oder mehr Aufnahmen, die nach der Entwicklung in Lightroom über Photoshop zu einem neuen Bild zusammengesetzt wurden.

Wir staunten nicht schlecht, als wir die Ergebnisse sahen. Denn, durch die Änderung des Fokus-Punktes änderte sich natürlich auch der Bildausschnitt ein wenig. Zusätzlich sahen wir, dass wir immer mal wieder eine Ebene vergessen hatten und somit ein Teil des Bildes wieder unscharf wurde. Nach den ersten Bilder-Reihen war klar, so einfach ist das Stacking nun doch nicht. Dazu kam eine Änderung des Bildausschnitts, da durch das Fummeln am Objektivring, das Stativ etwas nachgab am glatten Boden. Ernüchterung machte sich breit. Wir hatten nur sehr ungenügende Stacking- Bilder. Was also tun?

Erst mal wollen wir die Größe des Objekts drastisch reduzieren, damit die Anzahl der Aufnahmen etwas kleiner wird. Zusätzlich steht schon jetzt für uns klar, wir brauchen einen Makroschlitten. Dieser hat den Vorteil, dass die Kamera selbst Richtung Objekt verschoben wird, sich damit der Fokus ändert und somit alle Ebenen des Objektes sicher durchfokusiert werden. Da der Makroschlitten am Stativ befestigt wird, ist es nun aber auch nötig, dass wir ein etwas besseres Stativ brauchen. Das K&F Stativ ist ganz nett, wenn man Einzelaufnahmen macht, für Serienaufnahmen ist es nicht geeignet, da der Kopf einfach zu leichtgängig ist und man diesen nicht gut genug fixieren kann. Bis wir die fehlende Ausrüstung haben, werden wir aber trotzdem noch einige Serien versuchen, mit etwas mehr Praxis und kleineren Objekten hoffen wir doch sehr, dass es uns noch möglich sein wird, ein nettes Stacking-Bild zu machen. Wir geben ja nie so einfach auf.

Da wir nun leider kein tolles Stacking-Foto gemacht haben, aber das Makro-Objektiv immer Spaß macht, haben wir heute ein Freihand-Makro für euch. Wir hoffen, die kleine Spinne (ca 1,2 cm inkl. Beine) gefällt euch und ihr könnt einige Details mehr erkennen. Wie immer freuen wir uns auf euer Feedback. Bis dann und Viel Spass beim ausprobieren. 

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