Tierfotographie – Singvögel

Nachdem wir sehr viel Zeit in der Natur verbringen, dachten wir uns, wir stellen euch ein paar unserer Lieblingsmotive vor und starten in diesem kurzen Blogartikel mit den Singvögeln.

Jeder Hobbyfotograf findet sie mit etwas Geduld vor der Haustüre. Egal ob im Vorgarten, im Park, in Wiesen oder Wäldern, wir haben eine große Anzahl an Singvögeln in Deutschland. Wer also Lust hat und gerne in der Natur unterwegs ist, hat vielleicht so wie wir Spaß daran, die kleinen Gesellen aufzuspüren und in RAW zu bannen.

Für die Fotografie von Vögeln braucht es nicht viel, nur viel Geduld und ein Teleobjektiv. Natürlich ist Tele nicht gleich Tele, aber ab 200 bis 300 mm Brennweite ist man je nach Entfernung schon mal dabei, jedenfalls dann, wenn man nicht unbedingt den knackscharfen Piepmatz in XL haben will, bei dem man jede Feder sieht. Hier gilt, Kreativität kann teure Objektive etwas kompensieren. Egal ob die verfressene Amsel, die Horde an Spatzen auf der Hecke oder die Meise, die bereit ist zum Abflug, solche Bilder berühren auf ihre Art und Weise.

Nun stellt sich nur noch die Frage, wie gelingen die Aufnahmen. Ein ultimatives Kochrezept für tolle Bilder können wir leider nicht angeben, aber ein paar Tips, mit denen wir selbst arbeiten. Wir fotografieren Vögel im manuellen Modus bei kontinuierlichem Autofokus. Da sie sehr flink sind, gilt eine kurze Belichtungszeit. Hier könnt ihr ab 1/1000 Sekunde loslegen. Je kürzer, desto besser. Als Blendeneinstellung eignet sich meist eine 5,6er oder 6,3er Blende hervorragend. Solltet ihr Probleme hinsichtlich der Belichtungsmessung bekommen, da vielleicht der Himmel bewölkt ist, empfiehlt es sich, die ISO zu erhöhen. Bitte vergesst aber nicht, dass eine Erhöhung der ISO auch zu einem gewissen Rauschen führen kann. 

Nachdem nun die Kamera soweit startklar ist, könnt ihr loslegen. Schaut euch um. Gibt es Sträucher oder Bäume in eurer Umgebung, die gerne von Vögeln besucht werden. Oft sind es immer die selben Stellen, an denen man eine Vielzahl an Tieren vorfindet. Nun ist auch etwas Geduld gefragt. Wenn ihr euch einem Strauch nähert, kann es durchaus vorkommen, dass alle Vögel wegfliegen. Nähert euch langsam, sucht euch einen Platz aus, von wo aus ihr einen guten Überblick habt und wartet. Manchmal kann es etwas dauern, bis die Tiere zurückkehren. Aber die Warterei kann sich lohnen. Fotografie bedeutet auch Geduld und Ausdauer. 

Nur noch einige Worte zur Technik. Ihr werdet merken, dass es nicht so einfach ist, einen Vogel im Flug zu erwischen. Egal, Übung macht den Meister. Manchmal sitzt der Vogel auch verdeckt hinter feinen Ästen im Baum, was ein schönes Bild verhindert. Aber, irgendwann sitzt Einer richtig. Wichtig ist nur, dass ihr versucht, den Fokus auf das Auge des Zwerges zu legen, das ist gar nicht so einfach und oft ist der Fokus irgendwo gelandet, weil das Tier sich bewegt hat. Ihr habt bessere Chancen, ein scharfes Bild zu bekommen, wenn ihr mehrere Bilder macht, ob ihr dazu die Serienbildfunktion nutzt, bleibt euch überlassen.  Mit diesen Tips wünschen wir euch viel Spaß bei der Wildvogelfotografie. 

Wie immer gibt es nun noch ein Bild von uns. Dieses Mal eine Blaumeise. 

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